2008-10-12

Bereits am Montag warfen große Dinge ihre Schatten voraus: Die Vorbereitungen für die Mostra de Llampuga (das ist wieder mal katalanisch und bedeutet auf Spanisch Demostracion de la Caballa und auf Deutsch Schaukochen zu Ehren der Makrele oder kurz (Gold-)Makrelenfest) laufen auf Hochtouren. Wir entschuldigen uns an dieser Stelle, dass wir darüber nicht schon Zeitnah berichtet haben Smile.gif

Kurz: Was wird geboten? Das ganze Hafengelände wird zum abgesperrten Bereich, in den man nur Einlass durch Kaufen eines 10 EUR Tickets erhält. Darin enthalten sind 5 Verzehrgutscheine a 1 EUR. Diese können dann zum selben Preis auch nachgekauft werden. Und in dem Bereich gibt es alles. Alles für je 1 Gutschein. Getränk, Essen, Nachtisch. Natürlich nur in Tapas-Größe, aber man muss ja auch alles probieren. Und natürlich alles auf Basis der Makrele (Nachtisch und Getränke ausgenommen!).

Es ist voll. Verdammt voll! Um die Mittagszeit kommt man fast gar nicht mehr voran. Scheinbar ist halb Mallorca auf den Beinen. Das sind so die Momente, wo man Angst haben muss, dass die Insel umkippt…

Aber Scherz bei Seite. Die Leute sind in Scharen angereist. Und nicht nur aus der Umgebung von Cala Ratjada! Morgen ist ja auch noch Feiertag. Apropos Feiertag. Das Makrelenfest sollte eigentlich 2 Wochen vorher stattfinden. Wurde aber kurzfristig verschoben. Angeblich, weil die Fische noch zu klein sind. Vielleicht aber auch, wegen des Feiertags, der eigentlich auf den heutigen Sonntag fällt, genau deswegen aber automatisch auf den Montag verschoben wird! Der Trend ist hier also etwas anders: Statt Feiertage zu streichen, werden sie ggf. auf den Wochenanfang verlegt — praktisch, gell?

Wettertechnisch liegen wir voll im Oktober-Trend: Bewölkt, zeitweise windig bis sehr windig (wir berichteten), aber nach wie vor warm und am heutigen Tag absolut trocken!

Die Stände sind wirklich sehr praktisch: An jedem Stand gibt es genau EINE Delikatesse, die ist dann auch richtig mit Rezept und Inhaltsstoffen auf einem Plakat genauestens beschrieben. So weiß man immer genau, was man gerade probiert. Natürlich gibt es Stände, an denen wenig los ist und Stände, an denen ewig lange Schlangen sind. So freut sich z.B. der Fisch-Burger großer Beliebtheit. Aber mit diesem Ansturm haben die Gastgeber dieses Standes wohl nicht gerechnet: Hinter dem Tresen sind 8 Leute, von denen nur 6 effektiv arbeiten können. Und so wandert ein Burger nach dem anderen zögerlich über den Tresen, was zu Wartezeiten von guten 20 Minuten führt. Was solls, is ja Wochenende :o)

Und auf dem Rückweg von unserer ersten Runde? Quasi auf dem Weg zu Vicente auf einen Kaffee? Wen sehen wir inmitten fleißig kochender Mallorquiner hinter den Kulissen? Vicente! Wir sind natürlich echt erstaunt! Aber nur zu gut nachzuvollziehen, dass bei solch einem riesen Fest jeder mit anfassen muss, um all die Gäste zu versorgen, die sich seit einem Jahr auf das Fest freuen und die aus allen Ecken der Insel herbeiströmen… Also rechts das Suchbild: Wo ist der Vicente? Kleiner Tipp: Er trägt ein rotes T-Shirt!

Was bei uns unter ‚Bierzeltgarnitur‘ läuft, ist hier noch ein wenig praktischer: Die Bänke sehen aus wie in die Länge gezogene Schemel. Sicherlich stabiler und auch für angetrunkene Gäste sicherer als unsere Klapp-Garnituren. Die Tische allerdings werden dann einfach auf Böcke gelegt. Nix zum daran Festhalten! Natürlich dürfen auch andere Leckereien der Insel nicht fehlen. So bekommt man als Gast auch einen Hierbas zum Probieren. Dass wir den schon kennen, haben wir nicht erzählt Smile.gif Und die Insel macht ordentlich Werbung für sich, in Deutschland würd ich sagen :’Gewerbeschau‘, denn einige Stände informieren großzügig mit kostenlosen DVDs, Prospekten, Postern und Heftchen für die Schönheit der Insel!

Den Abschluss des Abends bildet, wie sollte es anders sein, ein Feuerwerk am Hafen! Daher besteigen wir wieder einmal die Dachterrasse unseres Büros und herhaschen einen wunderschönen Überblick über das bunte und illuminierte Treiben am Boden… Es ist ja erst das 5. Feuerwerk, was Cala Ratjada dieses Jahr abschießt (zuzüglich 2er corre-focs und diversen inoffiziellen Feuerwerken am Abend, als Spanien Europameister wurde).

Nach 2 Böllerschüssen zur Vorwarnung geht es los! Neu ist dieses Mal für uns allerdings, dass wir live miterleben, wie es auch ein Feuerwerk auf dem Wasser gibt! Seinerzeit in Can Picafort haben wir das ja leider nicht richtig sehen können…
Der denkbar ungünstigste Platz, um das Feuerwerk zu sehen ist übrigens direkt am Cafe Nohas. Denn durch den Wind ist das genau DER Ort, wo die Überreste des ganzen Gerümpels, was in die Luft geschossen wird, wieder zu Boden kommt. Mit etwas Glück trifft es nur das Kaltgetränk des Abends :o)

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