2008-10-26

In unserer direkten Umgebung gibt es Dinge, die auch wir noch nicht entdeckt hatten. Das soll sich heute ändern, als wir einen Sonntagsspaziergang machen. Wer jetzt an einen langweiligen Spaziergang in feiner Sonntagskleidung zum nächstgelegenen Café denkt, der ist falsch gewickelt. Weiter unten auf der Seite zeigen wir, dass es fast eine kleine Wanderung ist. Und was entdecken wir da? Eine Gottesanbeterin. Und ich dachte immer, die gibts nur ganz weit weg… Stimmt auch, denn in Mitteleuropa gibt es nur eine einzige der 2.300 Arten. So, und dass wir eine Art Sandgrube bei uns fast hinter der Haustür haben, entdecken wir auch erst heute. Tststs, da denkt man, dass man sich hier auskennt, und dann sowas…

Wie immer bin ich dann, was meine Orientierung angeht, auf Daniels Richtung weisende Art angewiesen. Aber zum Turm solle es heute eigentlich nicht gehen, sondern Richtung Cala Mesquida. Wir wandern also zwischen den beiden größten Erhebungen der Ostens hindurch und gelangen auf teils einfachen, teils schwierigeren Wegstrecken zur Cala Mesquida. Natürlich sind wir perfekt auf die kleine Wanderung vorbereitet und suchen deshalb als erstes den Supermarkt in Cala Mesquida auf, um uns mit Wasser zu versorgen. Bei Wasser und ein paar Bonbons bleibts dann auch, obwohl 1 Pk. After Eight für 7,50EUR oder 1 Pk. Ferrero Garden für 8,60EUR durchaus verlockend sind. Spinnen die? Also, nicht die Verkäufer sondern die Kunden, die sowas kaufen?

Mallorcas Strände werben teilweise mit der Bitte: „Hinterlassen Sie am Strand bitte nichts anderes als ihre Spuren im Sand“. Gesagt, getan, der Bitte kommen wir gerne nach… Die Natur hält sich nicht immer daran, denn was wir hier bei roter Fahne in Unmengen am Strand finden sind keine dekorativen Glas-Steinchen sondern gestrandete Quallen. Buääääääh! Daniels Kommentar: „Stell dich nicht so an, du hast Schuhe an!“ Ich finds trotzdem : Buääääääh!

DAS ist die EINZIG vernünftige Reaktion auf das Reservierungsverhalten der deutschen Urlauber! Da sind schon Kriege drum entstanden, wer eine Liege reserviert, wegnimmt, nicht reserviert, nur mal kurz weg war, etc. Insofern eine gute Idee des Hotelbesitzers. Ob’s funktioniert? Keine Ahnung, aber die Idee stößt bei Daniel und mir auf Wohlwollen! Nicht zuletzt, weil wir diesen Kampf auch schon seit Jahren im Wellnesstempel in Damp führen…

Eigentlich stapfen wir ja mehr oder weniger durch das Hinterland des Llevant (das ist Mallorquin und heißt zu Deutsch Osten). Dennoch können wir dann und wann durch Büsche oder zwischen die Berge hindurch einen Blick auf das Meer werfen. In der Cala Mezquida ist bereits die rote Fahne gehisst, während die Cala Agulla wohl etwas geschützter liegt. Hier weht nur die gelbe Flagge…

Auf dem Rückweg von der Cala Mesquida führt uns die Neugierde dann doch über den Berg mit dem Wachturm. Und dieser Ausblick ist wirklich einmalig: Man schaut zur Cala Mesquida (links) und zur Cala Agulla (rechts) und beide Buchten hat man gerade zu Fuß abgeklapptert. Ein geiles Gefühl!

Wer uns kennt, der ist auch nicht weiter verwundert, dass wir auf der Wanderung einen GPS-Empfäger dabei haben. Somit folgen hier nun ein paar Zahlen, Daten und Fakten, die uns der GPS-Empfänger und das Post-Processing verraten haben:

  • Länge der Tour 4:30 h
  • Strecke 16km
  • Minimale Höhe 1,4m
  • Maximale Höhe 343,2m
  • Überwundene Höhenmeter insgesamt 2871,6m
  • Mittlere Aufstiegsgeschwindigkeit 22,2m/min
  • Energetischer Grundumsatz beim Bergwandern 9447,7kJ
    • = 8,71 Hamburger
    • = 7,22 Cheesburger
    • = 56,88 Chicken Nuggets
    • = 3,40 Döner
    • = 8,68 halbe Hähnchen
    • = 11,29 Teller Linseneintopf mit Wursteinlage
    • = 2,97 Portionen Schweinebraten mit Kruste
    • = 3,69 Stücke Frankfurter Kranz
    • = 4,70 Stück Schokotorte
    • = 5,64 Portionen Tiramisu

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