2008-11-18

Heute fahren wir nach Artà, weil die Besichtigung der Burg ein Pflichtprogramm darstellt und weil diese Besichtigung auch mit dem Rollstuhl mit Oma möglich ist. Die Burg mit der darin enthaltenen Kirche ist immer wieder sehenswert.

Für das Nachmittagsprogramm haben sich meine Schwester und Schwager etwas Besonderes ausgedacht: Wir wollen die Gegend um Cala Rajada hoch zu Ross erkunden und zwar mit mir zusammen! Also besuchen wir die Rancho Bonanza und machen einen geführten Ausritt. Ich für meine Person habe noch nie auf einem Pferderücken gesessen und bin natürlich entsprechend aufgeregt. Deshalb gibt es davon vor lauter Aufregung auch kein einziges Bild. Leider bringt der Ausritt nicht so recht da Gefühl des Malboro-Mannes und der großen unbeschwerten Freiheit mit sich, denn einige Sachen gestalten sich recht schwierig. Meine Schwester, die seit 30 Jahren reitet und schon einige Erfahrung gesammelt hat, bekommt ein Pferd, was nach einigen Minuten ein Bein nicht mehr bewegen will/kann, weil es sich im Rücken etwas eingeklemmt hat. Den darauf folgenden Pferdetausch nehme ich als Anlass, wieder zurück zur Reiterbasis zu gehen, weil ich mich einfach nicht so recht wohl fühle auf einem Pferd. Is halt eine Erfahrung, die man machen muss. Meine Schwester und Schwager reiten aber weiter Richtung Sonnenuntergang, müssen aber aber noch weitere Erfahrungen machen. Das Austausch-Pferd meiner Schwester meint, dass es sich in den Dünen mal eben schnell im Sand wälzen muss. Schade allerdings, wenn noch ein Reiter drauf sitzt. Gottseidank ist meine Schwester erfahren im Umgang mit Pferden und kann der sich wälzenden Masse entkommen. Das Pferd meines Schwagers ist teils etwas schreckhaft und eigenwillig und deswegen kommt bei ihm auch nicht so recht ein Gefühl der Sicherheit auf. Auch die Anführerin der Gruppe ist sehr mit ihrem nervösen Pferd beschäftigt… Tja, was soll ich sagen: Ich bin froh, dass ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen und den Rückzug angetreten habe. Denn die technische Ausstattung (Pferde und Zubehör) waren zwar durchaus in einem sehr guten Zustand, aber ein Pferd ist eben ein Tier mit einem eigenen Kopf und einem eigenen Willen. Für Anfänger eine durchaus schwierige und vielleicht auch nicht ungefährliche Situation… Das Leben ist nunmal kein Ponyhof!

Heute Abend gehen wir ins Los Arcos. Zugegeben: Das Essen ist hier Oma-gerechter als z.B. den Abend zuvor. Leider ist es da aber auch ein wenig lauter, da es eben eine typisch spanische Bar ist, die einige Phon mehr hat, als wir Restaurant-Lautstärke eigentlich gewohnt sind. Aber das Essen war wieder lecker und Juan hat uns auch wieder super bedient!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.