2009-03-01

Auf unserer Verabschiedungstour durch Cala Ratjada fehlt noch einer: Juan aus dem Restaurant Los Arcos, in dem quasi vor 5 Jahren unsere Cala Ratjada-Sucht begann…

So, pünktlich und wie geplant ist Marco gerade um 20.00 Uhr zum Hafen nach Palma gefahren. Von dort wird ihn der Weg ab 23.30 Uhr bis Montag, 07.00 Uhr nach Barcelona führen. Von dort aus geht es dann über die Autobahn nach Narbonne um von dort aus schließlich mit dem Autozug von Montag, 17.37 Uhr bis Dienstag 12.28 Uhr nach Düsseldorf zu fahren. Geplant Ankunft bei seinen Eltern ist 16:38 Uhr.

Und wir sind nun…

An dieser Stelle möchte ich abschließend noch meinen Dr-Vater, Prof. Haase zitieren:

Im Leben geht es meistens nichtlinear und iterativ zu. Gründe zu Kurskorrekturen lauern immer am Horizont.

Ja, nun soll es losgehen. Nachdem ich vor ca. einem Jahr die Fahrt Eltern-Hildesheim-Narbonne-Barcelona-Palma-Cala Ratjada mit den unterschiedlichsten Verkehrsmitteln bestritten habe (Auto/Bahn/Boot), geht die Reise nun nach einem tollen Jahr anders herum. Warum ich die Fahrt auf dem beschwerlichen Weg auf mich nehme, wo doch ein Flug ca. 20 x schneller ist? Ich sage nur: Abwrackprämie, aber dazu später an passender Stelle mehr… Nach einer letzten Fahrt mit diesem Auto in diesem Jahr auf dieser Insel gelange ich nach den üblichen 60 Minuten an den Fährhafen von Palma. Dort wird am Terminal mein Ticket-Ausdruck aus der Internetbuchung schnell und unkompliziert in ein gültiges Fährticket getauscht und dann gehts auch schon los… mit der Warterei… denn natürlich bin ich früüüüüh am Hafen, um jeglicher Gefahr zu entgehen, meine Fähre zu verpassen.

Nach 2 Stunden der Warterei kommt dann ein Flugzeughangar angefahren. Zumindest die Größenordnung passt. Die Fähre legt rückwärts an, um dann die Klappen herunterzulassen. Ein Wahnsinnsding, in dass ich gleich mein Auto bewegen darf. 350 Personen und viele Fahrzeuge passen drauf. Die LKW (ordentliche 40-Tonner) parken unten, ich darf mit einer Rampe ein Stockwerk höher.

Ein Blick von der Reling zeigt die LKW, die wirklich verloren wirken auf dieser riesigen Fläche, allerdings ist die Fähre (saisonbedingt) auch wenig belegt. Um 23.30 legen wir ab und dann erkunde ich erst einmal die Fähre: ein Imbiss, ein Restaurant, viele Kabinen zum Schlafen und 1 großer Fernsehraum. Den suche ich dann auch auf und schaue mir spanisches Fernsehen an. Um mich herum liegen Familien auf und unter Decken und sind schon feste am Schlafen. Damit haben die mir was voraus. Aber auch ich bin bald soweit, denn um Punkt 00:30 kommt ein Bediensteter, schaltet die Fernseher aus und löscht das Licht.

Alles klar, Nachtruhe ist angesagt. Also mache ich es mir mit meiner Decke auf dem Fußboden bequem. Bequem? Ja, eigentlich gehts: warm und angenehmer Teppich. Man ist ja jung geblieben :o) Durchaus problematischer war der Geräuschpegel, der sich aus 2 Komponenten zusammensetzt: Schnarchen und ‚Geruschel‘. Geruschel bedeutet, dass jemand alle seine 4.613 Reißverschlüsse seines Rucksacks öffnet. So klingt es jedenfalls… Irgendwann MUSS er seine Ohrenstöpsel ja gefunden haben, denke ich so bei mir, aber so richtig zur Ruhe kommt man nicht.

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